
Eine besondere Ehre gaben sich leider nur ein Teil der „gomr ge luaga“ Truppe. Rigo, Primus, Sali und Gerd waren dieses mal am Zug um das schöne Wetterfenster auszunutzen.
Der Aufstieg begann im Dorfzentrum von Gurtis und führte uns entlang des Skiliftes hoch bis zum Bazorahang. Ab der Alpe schlängelte sich der Weg hoch zu unserem ersten Gipfel, der Gurtisspize. Ein sensationeller Blick ins Reintal, de Walgau und ins Montafon zeigte die Pracht und das Potential des Tages.
Mit Bassigger Speck und weiteren kleinen Leckereien versorgt gings dann auf die etwas versteckte Zewas Heil Spitze. Würde mich schon interessieren, was die Erbauer da geritten hat auf diesen kleinen ausgesetzten Kopf ein Kreuz zu montieren 😉
Der weitere Weg führte uns wie bei einem Firmlingsausflug im schier endlosen auf und ab an der Westseite des Grates hinauf zu den hohen Köpfen. Eine ausgiebige Pause und unsere etwas neidischen Blicke auf einen Bergkameraden, welcher es nicht verabsäumt hat, sich für den speziellen Moment am Gipfel, eine Dose Bier einzupacken 🙁 Naja, auf und weiter war die Devise, als wir uns den weiteren Weg sehr gut von unserem Hochsitz eingeprägt hatten.
Die Stunde schlug nach kurzem Abstieg für Traversen Rigo, der sich wie es sein Name verrät nicht lange bitten lies um eine seiner verwägenen Traversen anzureissen. War mir ja irgendwie klar dass es nicht ohne der gewohnten Spannung abging, denn Rigo erklärte mir am Gipfel eine Rinne, die am Grat etwas östlich vom Galinakopf liegt. Man könne diese Rinne scheinbar im Winter gut mit den Skiern bezwingen um auf den Galinakopf zu kommen. Klarerweise muss man hier ge luaga um im Winter vorbereitet zu sein!
Als wir nach der Traverse am Fusse der Rinne angekommen waren, verständigten wir uns mal, zu fühlen wie gut der Untergrund der Schotterhalde und wie griffig der Fels für uns sein würde. Gerd riss nun seinerseits die Schotterrinne an und schien gut voran zu kommen. Alle folgten seinen Spuren und fanden sich bald mitten in der Rinne wieder. Schotterrinnen Primus schien schipfend immer wieder einigen Herrausforderungen konfrontiert zu sein, meisterte jedoch alle drohenden Gefahren 😉
Als wir alle am Grat angekommen waren, lag der Aufstieg zum Galinakopf in greifbarer Weite und wurde auch soglich in Angriff genommen. Schweisstreiben war es da rauf und dass liess unsere Flüssigkeitsvorräte auf den Nullpunkt schrumpfen. Ich kann euch sagen, der Durst war unsere grösste Herausforderung des Tages!
Der Abstieg führte uns am Grat entlang Richtung Osten, denn das Ziel war unser Nachtlager auf der Gamp. Der Weg war voll mit Latschen, die teilweise aussahen, als wäre hier vor kurzem ein Japanischer Bonsai-Gärtner aktiv gewesen. Je näher wir zur Gamp kamen, desto lauter wurden die röhrenden Hirsche, die gerade in voller Brunft standen und uns schliesslich den ganzen Abend bis in die Morgenstunden begleiteten.
Wow, war das ein Heimkommen zur Hütte und ein Genuss den ersten Schluck kalten Biers zu geniessen… unbeschreiblich!
Danke allen für diesen wundervollen Tag!
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